[74] Augustnacht

Stille, herrliche Sommernacht!
Silberfischlein springen lustig
in dem himmlischen Meer.
Hochauf schnellen
die zierlichen Leibchen sich,
blitzschnell
wieder verschwindend.
Hinter grauen Wolkenklippen
gleißt es verdächtig.
Da kauert arglistig
der Mann im Mond –
und fischt.
Verstohlene, seidene
Angelschnüre
wirft er hinab
in die arglose Flut.
Ach! und nun
zappelt auch schon
ein armer Weißling
am Haken
und fliegt
in weitem Bogen
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hinauf zu den grauen,
häßlichen Klippen ...
mir ist,
ich höre ein leises,
behäbiges Lachen.

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TextGrid Repository (2012). Morgenstern, Christian. Gedichte. In Phanta's Schloss. Augustnacht. Augustnacht. Digitale Bibliothek. TextGrid. https://hdl.handle.net/11858/00-1734-0000-0004-3C72-E